Kruger Nationalpark oder Serengeti?

Kruger Nationalpark oder Serengeti – wo gibt’s die bessere Safari?

Was sind Afrikas prominenteste Safari-Destination? Hört man sich um, wird die Serengeti und Krüger

Nationalparks die Liste anführen und Anspruch darauf erheben.

Inhalt

Der Krüger Nationalpark in Südafrika

Südafrika machte nach dem Burenkrieg mit Stevenson-Hamilton auf die Notwendigkeit des Wildtierschutzes aufmerksam. Ganze Sonderzüge mit Touristen aus Pretoria und Johannesburg wurden dafür in die Region gefahren. Später wurde Piet Grobler, Neffe von Paul Krüger zum „Minister of Land“ ernannt. Das war die Geburtsstunde des heutigen Kruger Nationalpark mit einer Größe von knapp 20.000 Quadratkilometern. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 350 km, von West nach Ost misst der Park 30 – 40 km. Der Kruger Nationalpark ist allerdings nicht eingezäunt und hat lediglich auf dem Papier Grenzen. Er grenzt an private Reservate wie Sabi Sands und Mala Mala. Mit diesem Wissen über die Größe des Krüger Nationalparks, lässt sich eine Safari besser planen. Dieser riesige Nationalpark, der eine größere Tiervielfalt als jedes andere afrikanische Reservat beherbergt, ist die Heimat einer Tierpoulation, die sich bis nach Mosambik und Simbabwe erstreckt. 

Der Serengeti Nationalpark in Tansania

Der Serengeti Nationalpark liegt in Ostafrika im Nordwesten von Tansania. Er hat eine Größe von knapp 15.000 km² und ist somit etwas kleiner als der Kruger Nationalpark aber immer noch fast so groß wie ganz Thüringen. Die Serengeti ist somit größter Nationalpark Tansanias und einer der größten Nationalparks der Welt. Eröffnet wurde er 1951. „Serengeti“ ist die Sprache Suaheli und bedeutet „Endlose Ebene“. Der Park, der am afrikanischen Grabenbruch liegt, ist ein riesiges Öko-System, welches im Osten an das Ngorongoro- Schutzgebiet und im Norden an das Masai-Mara-Reservat in Kenia grenzt. 

Zweifelsohne genießen der  „Krüger“ und die Serengeti Kultstatus. Ich habe, neben vielen anderen Parks in Afrika, beide zu verschiedenen Jahreszeiten erleben dürfen. Somit kann ich zu Landschaft, Tiervorkommen, Komfort und Attraktivität recht gute Vergleiche ziehen. Aber wenn mich jemand fragt, was der bessere Ort in Afrika für eine Safari ist, muss ich sagen: „Es kommt drauf an.“ Nämlich darauf, wer mir die Frage stellt. Es geht darum, was einem besonders wichtig ist und ob man das erste Mal auf Safari geht oder bereits die afrikanische Tierwelt kennen gelernt hat.

Die Tierwelt der Serengeti und des Krüger

Jeder Park muss für das stehen, was man sich unter Safari vorstellt. Die Big Five mit Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Genauso aber mit Nilpferd, Gnu, Zebra, Gepard, Krokodil, Marabu, Antilopen, Gazellen, Tüpfelhyäne, Giraffe, Wasserbock, Südlichem Hornrabe, Perlhuhn und Schakal. Lediglich Schimpansen, Goldene Meerkatzen, Ankole-Rinder und Berggorillas können in keinem der beiden Nationalparks erwartet werden. Möchten Sie diese Tiere sehen, müssen Sie nach Uganda, Ruanda oder in den Kongo. Geparden sind häufig im Ndutu-Gebiet der südlichen Serengeti und regelmäßig im zentralen Krüger zu entdecken. Was die große Antilopenvielfalt angeht, ist man im Krüger bestens bei größere Kudu und Buschbock Herden aufgehoben. Die Serengeti ist eher für Eland, die größte Antilopenart der Welt, bekannt. Südafrika unterstützt eine der wenigen Populationen des vom Aussterben bedrohten afrikanischen Wildhundes. Hingegen trifft man in der Serengeti als einzigen Ort in Afrika den Serval, eine Luxart an. Ein Unikat und nur in der Serengeti sowie der Massai Mara zu erleben, ist die jährlich stattfindende „Great Migration“. Übrigens ist das Gebiet um den Mara-River nur im August der richtige Beobachtungsort. Man kann das Schauspiel deutlich besser und entspannter im europäischen Winter in der südlichen Serengeti beobachten.  

Krüger Nationalpark

5/5

Serengeti Nationalpark

5/5

Big Five Happening

Beide Parks gehören klar zu Afrikas schönsten Parks, wenn es um das Einsteigerritual auf Safari geht. Das Sammeln der Big Five. So oder so, Büffel, Elefant und Löwe sind so gut wie garantiert bei ein paar Tagen Aufenthalt. Trotzdem ist die Serengeti aufgrund des offenen Geländes top, wenn es um Löwen geht. Im Krüger überwiegt die große Elefantenpopulation durch das viele Busch- und Blattwerk im Park. Sprechen wir über das Spitzmaulnashorn (Black Rhino), so ist der Krüger neben Ol Pejeta in Kenia, die weltweit wichtigste Region für dieses gefährdete Wildtier. Mit Glück trifft man auch eines der 4 letzten Tiere im Ngorongoro-Krater auf dem Weg zur Serengeti an. Der Grumeti River in der Serengeti, genauso wie der Sabi River im Krüger, sind gute Orte, um den schwer zu entdeckenden Leoparden zu finden. Für fast sichere Sichtungen gibt es keine bessere Möglichkeit als eines der privaten Reservate neben dem Krüger.

Krüger Nationalpark

4/5

Serengeti Nationalpark

5/5

Masse an Wildtieren

Die Serengeti ist bekannt für seine schiere Menge an Wildtieren im Vergleich zu… nun, so ziemlich jedem anderen afrikanische Reservat oder Nationalpark. Die jährliche Wanderung von rund zwei Millionen Gnus und Zebras durch das Ökosystem Serengeti-Mara ist ein unvergleichliches Spektakel. Jedoch braucht es trotz alledem ein gutes Timing und ein bisschen Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Die unsicheren Wetterprognosen machen die Wanderung der Tiere schwer kalkulierbar. Aber auch wenn Sie kein Glück haben, die Tiere den Fluss kreuzen zu sehen, es gibt es immer eine Menge Wildlife in der Serengeti. Hingehen wird im Krüger manchmal etwas Geduld gefordert, um etwas Größeres als ein Perlhuhn neben den Auto laufen zu sehen.

Krüger Nationalpark

3/5

Serengeti Nationalpark

5/5

Die Vogelwelt in den Nationalparks

Mit mehr als 600 Spezies sind Serengeti und Krüger beides absolute Vogelbeobachtungsziele. Im südafrikanischen Sommer können Sichtungen im Krüger Nationalpark wirklich beeindruckend sein – mit bunten Eisvögeln, Gelbschnabel-Toko und Bienenfressen auf fast jedem Strauch. Wasservögel, die sich entlang der Stauseen und Flüsse tummeln, sowie reichlich Greifvögeln, die sich über die Form und Farbe ihres Kopfes definieren. Im Vergleich dazu steht auch hier das offene Gelände der südlichen Serengeti. Aufgrund der raren Wasserläufe ist das Vogelleben ausschließlich am Ufer des Victoria-See so vielfältig. Sehr vogelreich auf dem Weg in die Serengeti, ist der Lake Manyara Park mit seinem gleichnamigen See.

Krüger Nationalpark

5/5

Serengeti Nationalpark

3/5

Unbegleitetes, selbständiges Reisen

Hier hat der Krüger Nationalpark eindeutig die Nase vorn. Man benötigt hier keinen 4×4-Jeep, um sich frei bewegen zu können. Jeder übliche Mietwagen ist praktikabel. Park-Gates und Camps sind mit allem notwendigen Kartenmaterial das sie benötigen bestückt. Die asphaltierten Straßen sind mit Wegstrecken und Zeitangaben gut ausgeschildert. Die Camps oder Lodges im Krüger halten die notwendige Versorgung mit Proviant und Treibstoff bereit. Die Restaurants haben eine gute Auswahl anzubieten. Nachteil sind die ausschließlich asphaltierten Straßen, die auf keinen Fall verlassen werden dürfen. ein Verstoß dagegen wird unter Strafe gestellt. Im Gegensatz dazu muss eine Selbstfahrer-Safari in Tansania, im Stile einer Expedition, gut organisiert sein und setzt Erfahrung im Land voraus. Ein Geländewagen mit GPS ist unerlässlich. Camper müssen autark für die Versorgung vorbereitet sein und es gibt wenig brauchbares Kartenmaterial. Wegweiser und Tankstellen sind Mangelware. Vorteil ist, dass man bei Tiersichtungen fast überall querfeldein fahren darf.

Krüger Nationalpark

4/5

Serengeti Nationalpark

2/5

Landschaft der Safari Parks

Die Fahrt bis in die Serengeti ist weit. Man passiert vorher Karatu und lässt Parks wie den Arusha Nationalpark, den Tarangire Nationalpark hinter sich. Den Lake Manyara Nationalpark lässt man buchstäblich links liegen und erklimmt den bewaldeten Kraterrand des schier riesigen Ngorongoro-Krater, bevor man die Weiten das Massai Landes durchquert. Die Serengeti selbst, mit grasbewachsenen Ebenen und zerklüfteten Granit-Kopjes, ist von einem aufregenden Raumgefühl getränkt. Die typischen Schirmakazien sind das I-Tüpfelchen für die perfekte Safari. Der Park liegt einem zu Füßen. Über den Krüger Nationalpark kann man nicht wirklich das Gleiche sagen. Widerspenstiges Buschwerk zeichnet einen Großteil des Parks vor allem während der trockenen und welken Winterzeit aus. Dafür lässt diese Zeit die beste Tierbeobachtung zu. Trotzdem bilden die Lebombo Mountains eine großartige Kulisse im östlichen Kruger Park. Das Olifants Rest Camp bietet einen herrlichen Aussichtspunkt über den gleichnamigen Fluss.

Krüger Nationalpark

4/5

Serengeti Nationalpark

5/5

Der Tourismus in den beliebtesten Nationalparks Afrikas

Beiden Parks wird nachgesagt überlaufen und weniger stimmungsvoll als bestimmte abgelegenere Safari-Destinationen zu sein. Dies ist eine faire Kritik und der Preis der Popularität – aber nur bis zu einem Punkt. Die Serengeti kann am östlichen Rand belebter erscheinen, als sie wirklich ist. Allein weil 90 Prozent aller Safarigäste von Osten kommen und sich viel touristisches Aufkommen innerhalb eines 15 km Radius von Seronera abspielt. Da hilft es auch nicht, dass Pirschfahrten nach Einbruch der Dunkelheit strikt untersagt sind. Ungleichmäßige Verteilung der Besucher ist auch im Krüger Nationalpark ein Thema. Denn im Gebiet südlich des Sabi Rivers, es ist der nächste Teil des Parks zu Johannesburg, ist der am meisten besuchte Teil. Es muss ergänzend gesagt werden, dass die asphaltierten Straßen des Krüger Parks die Touristen beleidigen, welche das unbefleckte Safarierlebnis suchen. Aber natürlich ist es möglich, den anderen Besuchern in beiden Parks zu entkommen. Das Zauberwort heißt „Geduld und Zeit mitbringen“. Man kann nicht erwarten in 2 oder 3 Tagen alles zu erleben und abzuhaken. Es kommt dazu, dass man sich in der Wildnis bewegt und nicht im Zoo. Exklusive Lodges in Alleinlage der Serengeti zu buchen, haben ihren Preis, während im Krüger staatliche Camps günstig zu bekommen sind. Hochwertige Lodges und Camps finden Sie in Südafrika an den Eingängen rund um den Krüger Nationalpark. Für Gäste mit Rückenbeschwerden sind die Wege in Südafrika deutlich angenehmer zu meistern. Südafrika ist für die meisten Gäste das Einsteigerland für Safaris.

Krüger Nationalpark

3/5

Serengeti Nationalpark

4/5

Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Highlights Ostafrikas sind tendenziell weniger budgetschonend als ihre südafrikanischen Pendants. Die Serengeti und Krüger bilden da keine Ausnahme. Größtenteils ist dies mit den oben erörterten Reisefaktoren zu erklären. Andererseits spielen das Weltnaturerbe Ngorongoro-Krater und selbstredend die Anziehungskraft des Kilimanjaro eine Rolle. Dazu kommt, dass die Verbindung mit einem Badeurlaub in Tansania leichter darstellbar ist als in Südafrika. In Zahlen bedeutet das ca. 50 USD für Parkeintrittsgebühren in die Serengeti, vergleichsweise etwa 20 US-Dollar für den Krüger. Die Wild-Card mit Pauschalpreis für 1 Jahr Krügerpark unlimited, ist für 150,- USD zu erstehen. Ebenso beginnt die Unterkunft im Krüger bei etwa 50 USD für eine Doppelhütte, während sich die Lodges in der Serengeti fast überall in der 300-Dollar-Liga bewegen. Budgetbewusste Reisende oder diejenigen, die einfach herausfinden wollen, ob Safaris ihre Traumreisen sind, können eine erlebnisreiche Wochen im eigenen Tempo im Krüger Nationalpark verbringen. Das funktioniert dort zum etwa gleichen Preis wie eine kurze dreitägige Serengeti-Safari.

Krüger Nationalpark

4/5

Serengeti Nationalpark

3/5

Das Fazit zur besten Destination für eine Tiersafari

Für die Wenigen von Ihnen, die jede der acht Kategorien mit gleichem Gewicht einordnen können – Sie sind in einer Zwickmühle, wohin die Reise gehen soll. Die Serengeti hat mehr Kategorie-Gewinne. Aber das Ergebnis ist der ebenbürtige Gleichstand mit 32 Punkten. Für Ihre ganz persönliche Entscheidung sollten Sie also festlegen, was Ihnen besonders wichtig ist und danach entscheiden. Wenn die äußeren Faktoren wie Zeit und Wetter entscheiden, wann Sie auf Safari gehen, dann beachten Sie, dass es im Krüger Nationalpark von Juli bis Anfang Oktober zur Trockenzeit kommt und es wenig grüne Vegetation gibt. Dafür sind die Tiere versammelt an den übrigen Wasserlöchern konzentriert anzutreffen. Die beste Reisezeit in der Serengeti ist von Dezember bis April sowie Juni bis Oktober. Lassen Sie jedoch jede Logistik und kostenseitige Überlegung außer Betracht, dann wäre Serengeti unsere Empfehlung – sie bietet ein besseres Schauspiel, ist wilder und aufregender insgesamt, wenn man „Auf Safari geht“. Jeden Zweifel Ihrer Entscheidung umgehen Sie, wenn Sie sich selbst auf den Weg machen und beide Safari Destinationen in Südafrika und Tansania selbst erleben. Schließlich sprechen wir hier über die schönsten Möglichkeiten überhaupt, wo man die Wildnis in Afrika erleben kann.

Das Team von Meine Welt Reisen hilft Ihnen gerne bei der Planung Ihrer nächsten Safari.

Ihre Reiseanfrage wurde
erfolgreich gesendet!

Sie werden per E-Mail benachrichtigt, sobald
wir Ihre Anfrage bearbeitet haben.

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on email