Das Dach Afrikas

Kilimanjaro

Kilimanjaro Besteigung

Er ist neben den weltberühmten Parks der Serengeti und dem Ngorongoro Krater wohl die touristische Attraktion des Landes Tansania. Unweit des Äquators hat die Lage eine Reihe von Einflüssen für die Besteiger. Sein Name ist seit der erfolgreichen Erstbesteigung durch den Leipziger Bergsteiger, Geograph und Forscher Hans Meyer, gemeinsam mit dem Tiroler Kletterer Ludwig Purtscheller und Ihrem Guide Yohani Kinyala Lauwo bereits ein Mythos. Sie erreichen den Uhuru Peak auf 5895 m beim dritten Versuch am 6. Oktober 1889 über die heutige Marangu Route. Somit war der höchste Berg Afrikas bestiegen. Als Leipziger Reiseveranstalter sind wir natürlich stolz auf diese Pioniere. Ein anderes Novum gab es 1912, als Walter Furtwängler (nachdem ein heutiger Gletscher benannt ist) und Siegfried König als Erste die per Ski vom Kibo-Gipfel hinab fuhren.

Seit 1987 ist er von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Neben dem Titel der höchste Gipfel Afrikas zu sein, hält er auch den Titel, der höchste frei stehende Berg der Erde zu sein. Aus einer flachen Umgebung auf circa 1000 Höhenmetern erhebt sich der Berg langsam zu einem 45 km langen und breiten Bergmassiv und gipfelt im Uhuru Peak und den beiden Brüdern Kibo (5.895 m) und Mawenzi (5.149 m).

Charakter des Berges

Die Besteigung des Kilimanjaro bis zum Uhuru Peak erfordert geringe technische Kenntnisse,  jedoch gute körperliche Fitness und Willen aufgrund der Anstrengungen in der Höhe. Aufgrund der großen, unnatürlichen Höhe kommt es zur damit verbundenen Abnahme des SauerstoffPartialdrucks. Die Folge sind gelegentlich Symptome der Höhenkrankheit, Sodas aufgrund der physischen Anstrengungen nicht jeder den Gipfel erreicht. Wir von MeineWelt-Reisen haben bereits öfters Gruppen zum Gipfel geführt und sind dadurch erfahren. Mir unserer Beratung und den Coaching während der Vorbereitung Zuhause liegt die Gipfelchance bei gut 90%! Plötzliche Wetterumschwünge und deutliche Temperaturunterschiede zwischen dem Fuß des Berges, wo es regelmäßig über 30 °C hat und dem Gipfel wo mitunter −15 °C herrschen, gilt es zu meistern. Für die Besteigung sollten wegen der Anpassung an das Höhenklima mindestens 6, besser 7 oder 8 Tage eingeplant werden.

Klimazonen am Kilimanjaro

Eine weitere spannende Besonderheit ist das Durchwandern von 5 Klimazonen in 5 Tagen.

Die Kulturland-Zone  (Höhe über N.N 500m -1800m)

Hier auf der Höhe zwischen 800m und 1.800m wird Ackerbau betreiben. Es herrschen ganzjährig warme bis heiße Temperaturen. Flüsse, wie der USA River speisen mit Schmelzwasser der Gletscher die Beregnungsanlagen der Felder. In dieser Gegend leben die meisten Träger und Guide mit Ihren Familien. Die Parkeingänge zum Nationalpark Kilimanjaro, an denen Sie sich registrieren müssen, liegen am oberen Ende der Zone bereits auf knapp unter 2000 m.

Der Regenwald (Höhe über N.N 1800 m -2900 m)

Der Regenwald entsteht in einer Höhe zwischen 1800m und 2800m, über der sich die Wolken stauen und regelmäßig abregnen. Besonders gut entwickelt ist der Regenwald an der Südseite, von wo auch die meisten Routen starten. Grund dafür ist, daß die Wolken meist aus südlicher Richtung an den Berg stoßen. Die Regewaldzone liegt zwischen 1.800 m und 2.800 m. Falls es während des Trekkings zum Uhuru Peak regnen sollte, dann wahrscheinlich hier. Die Temperaturen sind dabei mild, viel milder als auf vergleichbarer Höhe in den Alpen. Die dichte Vegetation schützt hervorragend gegen die starke Sonneneinstrahlung. Auf dem Weg durch den Regenwald ist es kaum vorstellbar, daß morgen schon eine ganz andere Vegetation herrscht, und übermorgen erst recht.

Das Moorland (Höhe über N.N 2900 m – 4000 m)

Am Morgen des zweiten Trekkingtages lichtet sich der Regenwald Zusehens und nach einigen Stunden erreicht man auf einer Höhe von ca. 3.000 m die Ausläufern des Moorlands. Typisch für diese Vegetationszone sind der niedrigere Buschbewuchs und die Fülle an Farnen und Moosen. Trotz der uneingeschränkten Sonneneinstrahlung nimmt die Temperatur hier bereits ab auf ca. 15°C bis 20°C.

Die Alpine Steinwüste (Höhe über N.N 4000 m – 5100 m)

Spätestens in dieser Vegetationszone des Kilimanjaro genießen Sie von der Steinwüste aus, beeindruckende Panoramen in alle Himmelsrichtungen. Das Profil der ist immer noch flach. Der Pfad besteht aus Aschestaub und  Gesteinsschlacke. Scheinbar endlose Wege führen dem Massiv des Kibo entgegen. Die Vegetation in der Steinwüste ist karg. Einzige unübersehbare Pflanzenarten hier sind  die Schopfbäume oder Lobelien (Dendrosenecio kilimanjari). Pflanzen, die mehrere hundert Jahre alt werden können. Nacht tritt in dieser Höhe gewöhnlich Bodenfrost auf. In dieser Klimazone befindet sich ihr letztes Camp vor dem Gipfelaufstieg.

Der Gletscher – das ewiges Eis  (Höhe über N.N 5100 m – 5895 m)

Diese Vegetations- oder besser ausgedrückt als Nichtvegetationszone betreten Sie auf Ihrer Besteigung erstmals am Gipfeltag. Bis dahin strahlen Ihnen die Eisfelder einfach nur weiß entgegen. Beim Passieren der Jahrtausende alte Eismassen erkennt man Jahresringen wie bei einem alten Holzstamm. Diese zeigen die Verläufe der Jahreszeiten in der Vergangenheit deutlich an. Sie sind allerdings in den vergangenen Jahrzehnten drastisch abgeschmolzen werden beim derzeitigen Klima aller Voraussicht nach in einigen Jahren komplett verschwunden sein.

Ihr Ansprechpartner

Timo Knöfel

Timo Knöfel Head of Sales timo@meinewelt-reisen.de +49 341 98997080

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Routen zur Kilimanjaro Besteigung

Die Marangu Route wird als eine der einfacheren Routen zum Gipfel des Kilimanjaro beschrieben. „Einfach“ soll jedoch nicht verleiten, diese Unternehmung Kilimanjaro-Besteigung zu unterschätze. Die allermeisten Besucher  haben vor allem mit der Höhe zu kämpfen. Auf der Marangu Route wandert man entlang schmaler Wege durch unterschiedliche Vegetationen. Extrem steile Abschnitte werden auf dieser Route umgangen. Der große Unterschied zu allen anderen Routen ist die Verpflegung und die Übernachtung in Hütten und nicht im Zelt. Ein weiterer Unterschied ist, daß der Auf – und Abstieg über denselben Weg erfolgt.

Distanz Auf-und Abstieg 72 km, Schwierigkeit: verhältnismäßig einfach.

Die Machame Route oder auch „Whisky-Route“ ist die bekannteste Route zum Gipfel Kilimanjaro. Sie gilt als eine der schönsten Routen, man durch herrlich abwechslungsreiche Landschaft.  Beliebt macht diese Route die gute Erreichbarkeit und  die Akklimatisierungsmöglichkeiten – man steigt hoch auf und schläft niedrig. Dadurch steigert sich die Erfolgsrate und die ungewohnte Höhe wird meist besser vertragen.

Distanz Auf- und Abstieg: 62 km,  Schwierigkeit: moderat; Unterbringung: Zelt

Die Lemosho Route gehört zu längsten und anspruchsvolleren Routen zum Gipfel des Kilimanjaro. Die Route startet reicht weit unten am Berg, meist diese Tour auch mindestens einen Tag länger als die anderen. Sie hat den Vorteil den Mount Kilimanjaro einen Tag länger   genießen zu können und man hat entsprechend mehr Zeit sich zu akklimatisieren. Die Landschaft rund um das Shira-Plateau im Westen des Berges ist hier besonders eindrucksvoll. Nach 2 Tagen, oberhalb des Shira II-Camps vereint sich die Route mit der Machame Route.

Distanz Auf- und Abstieg: 70 km, Schwierigkeit: schwer, konditionell fordernd; Unterbringung: Zelt

Die Rongai Route ist einzige Route die von Norden an den Berg führt. Hier trifft man auf wildlebende Tiere wie Büffel, Antilopen und Elefanten. Diese abenteuerliche Komponente aus Trekking und Safari macht den Aufstieg abwechslungsreich, auch wenn die Landschaft hier nicht ganz so beeindruckend ist, wie über die Machame-Route. Die Rongai Route ist trockener, da sie im Lee des Wetters liegt und somit in der Regenzeit die bessere Alternative.

Distanz Auf und Abstieg: 73 Km Schwierigkeitsgrad: moderat, Unterbringung Zelt & Hütte

Die Umbwe Route ist bekanntermaßen die anspruchsvollste Route zum Gipfel des Kilimanjaro. Die Umbwe Route ist die Route, über die die tansanischen Guides und Träger ihren internen Kilimanjaro-Marathon bestreiten. Die Route ist geeignet für Bergsteiger, welche den Berg bereits kennen und die besondere Herausforderung in abgeschiedenen Teilen des Kilimanjaro-Massivs suchen. Der Weg ist teils extrem steil und es kaum gute Möglichkeiten zur Akklimatisierung. Diese Route erfordert extrem gute Kondition und Erfahrung und Höhen über 5000 m.

Distanz Auf-und Abstieg: 53 km; Schwierigkeit: sehr schwer. Unterbringung: Zelt

Reisezeiten für eine Kilimanjaro Besteigung

Eine sehr häufige Frage an uns ist: Welche Jahreszeit ist die beste Reisezeit?“ Aufgrund der Nähe zum Äquator gibt es hier nicht wirklich Jahreszeiten. Nordtansania teilt das Jahr nicht in Sommer und Winter, wie Sie dies aus Deutschland kennen. Die Temperaturen sind gleichbleibend. Lediglich eine kleine und eine große Regenzeit existieren. Eine Kilimanjaro Besteigung ist daher ganzjährig möglich, wobei einige Monate angenehmere Wanderbedingungen bieten als andere.

Es gibt zwei “Trekking-Jahreszeiten”, die als beste Reisezeit für eine Kilimanjaro Besteigung gelten.

Dieser Zeitraum ist etwas wärmer als die Monate Juli – Oktober und die Wahrscheinlichkeit von Schnee ist geringer. Für unerfahrene Bergsteiger ist dies daher eine der besten Zeiten, um Kilimanjaro zu besteigen. Dazu kommt der Mehrwert dem „deutschen Winter“ zu entfliehen und die afrikanische Sonne zu genießen. Die atemberaubende Aussicht auf die benachbarten Berge ist zu dieser Zeit gestochen scharf. Insgesamt ist in dieser Zeit etwas weniger Besuch zu erwarten als in den Sommerferien vieler Länder auf der Welt.

Diese Saison ist die Beliebteste Reisezeit, den Kilimanjaro zu besteigen. Sollten Sie sich einer gruppe anschließen wollen, bestehen hier die größten Chancen dazu. Die Anzahl an Routen macht es möglich, daß sich die Wanderer gut verteilen. In dieser Saison, neigen die Wolken dazu bis auf die Baumlinie zu sinken als Folge der starken Regenfälle der vorangegangenen Regenzeit. Sobald Sie jedoch diese Höhe überschreiten, ist der Himmel erstaunlich blau und die Wahrscheinlichkeit von Niederschlag nimmt kontinuierlich ab, je näher Sie dem September kommen. Die Preise für Flugtickets liegen in der Ferienzeit regelmäßig auf höheren Niveau als außerhalb der Ferien.

Außerhalb der angegebenen Saisonzeiten herrscht Regenzeit. Die meisten Bergsteiger meiden die Regenzeiten, Sie können aber mit der richtigen Kilimanjaro Route auch in dieser Zeit den Berg angenehm besteigen und die Einsamkeit genießen. Hierfür bietet sich die Marangu-Route sehr gut an. Dies ist die einzige Route auf der Sie in Berghütten mit gutem Wetterschutz bei Regen nächtigen können.