Kenia Reise

Reisebericht Kenia Reise

Kenia – schon viel gehört, doch alles war anders als gedacht.

Die Kenia Safari

Timo hat uns eine Kenia Reise empfohlen. In Kenia wäre es am einfachsten eine Safari und einen Badeurlaub zu kombinieren. Wir arbeiten viel und wollten die Zeit möglichst effektiv nutzen. Nun ja , dazu später mehr. Entspannt mit der Bahn nach Frankfurt. Von hier zum ersten Mal Stop am neuen Airport in Istanbul-Gigantismus ist das richtige Wort. So einen Flughafen hatten wir vorher noch nicht gesehen. Alle Luxusbrands zigfach vertreten  in den schillerndsten Farben. Einige Ecken noch nicht fertig, aber was soll`s. Baustart war nach dem des BER und alles läuft reibungslos bei den Türken. Wir reflektieren das erste Mal auf der Reise.

Anreise Kenia

Die nächste Etappe waren die Murchison-Fälle. Auf einer Breite 

Es ist 22:50, dunkel als wir den Flughafen verlassen aber es geht ein warmer, frischer Wind. Zurück in Afrika, das erste Mal in Schwarzafrika. Bisher kennen wir nur Südafrika. MeineWelt-Reisen hat uns gesagt, erst hier lernt man Afrika kennen. Wir lassen es einfach auf uns zukommen. Im mondänen Savoy Hotel begrüßt uns eine übermenschliche Statue von Hemingway, er hat hier schon gewohnt und hat den Weissen Nil bis Uganda von hier aus erforscht. Am nächsten Morgen erschlägt uns vor der Hotelpforte der Lärm und der dichte Verkehr von Nairobi. Quitschbunte Busse, Pickups und S-Klassen mit Fähnchen hupen, drängeln aber niemand ist aggressiv. Bei uns würde man auf sein Recht pochen und mindestens eine unmißverständliche Geste machen. Hier geht’s immer miteinander. Wir reflektieren wieder.

Kenia Safari, der Klassiker!

Der Guide zur Flugsafari

Unser Guide Jackson erwartet uns strahlend und frisch gebügelt. Auf geht’s zum Wilson Airfield. Das Gewimmel gleicht dem der Flixbusse in Berlin-Südkreuz. Bis jetzt ist Afrika nicht magisch oder romantisch. Die Cessna steht bereit. Kurze Ansage und wir machen einfach was uns der Ordner, sein Chef und dessen Chef sagen und gehen über das Rollfeld zu einer der Maschinen. Unser Gepäck steht schon unter dem Heck. Es steht da einfach. Mit uns ein amerikanisches junges Paar, sicherlich eine Hochzeitsreise. So wirken Sie, die Ringe glänzen noch. Security Advise vom Piloten. Getränke sind Selbstbedienung. Es geht los. Hoffentlich ist unser Gepäck dabei! Auf dem Rollfeld steht es jedenfalls nicht mehr.

Nach dem Abheben eine kurze Runde über Nairobi und dann wird es gleich immer grüner. Dort unten, die erste Giraffe! Alle hängen auf einer Seite, der Pilot bittet darum wieder Platz zu nehmen. OK. Die Landschaft wird rotbraun, Wiesen weichen den Häusern. Bald sehen wir nur noch Buschwerk und Sandpisten die Richtung Norden nach Ol Pejeta und Samburu führen. Die Cessna setzt zum Landen an, ich schaue dem Piloten mal über die Schulter, wo er den Vogel so hinsetzt. Geil, mitten in die Ebene zwischen Mt. Kenia Nationalpark und dem Aberdare Nationalpark. Zebras und Büffel gucken blöd, lassen sich aber direkt neben dem Airstrip nicht stören. Wir spüren, wir sind da. Alles ist plötzlich anders. Ruhe, Weite, die Zeit geht hier anders.

Unser Guide Nelson in seinem bunten Massai Tuch gehüllt, steht im warmen Wind und winkt uns freundlich zu. „Karibu, seid ihr Peter und Ilona?“ Unsere Taschen sind auch da, hat also geklappt. Irgendwie klappt es doch alles in Afrika. Wir spüren auf einmal, daß wir uns jetzt zurücklehnen und genießen können.

Wir besuchen heute auch eine typische afrikanische Familie, die uns seine einfachste Behausung ziegt und für alle 14 Gäste eine typische Mahlzeit aus Kochbananen, Maniok, Erdnusssoße. In einem Dorf auf dem weiteren Weg der Tour griffen Günter  und Hans, unser Großbauer beherzt ein. Eine Kuh hatte sich beim Saufen aus einer Tonne verfangen und lief nun planlos und aufgebracht mit der Tonne auf dem Kopf durch das Dorf. Sie wurde befreit, wir wurden abermals von den Dorfbewohnern besungen.

Camps bei der Safari in Kenia

Porini Rhino Camp heißt unsere Unterkunft. Der erste Eindruck ist einfach und sehr gepflegt. Neben dem herzlichen Empfang werden uns die Inhalte des Themas Eco-Camp vorgestellt. Ich finde es gut etwas mitdenken und planen zu müssen.     

Die Morgenpirschfahrt am nächsten Tag ist überwältigend. Wie sehen alles, was man an Tieren erwarten kann. Eine Traumsafari, die unser einheimischer Guide möglich macht.  Die Nachmittagspirsch lasse ich einfach aus und bevorzuge mich allein in den Beobachtungsbunker zu setzten und die Ruhe zu genießen.

Eine Regenwand zieht auf. Die Tiere am Wasserloch werden unruhig, ich weiß nicht ob aus Angst vor Gewitter oder Freude auf das Wasser. Inzwischen ist mein Bier leer und ich habe einige neue Funktionen meiner Kamera live testen können. Auch dafür ist hier endlich mal Zeit. Wolkenbruchartig schüttet es, kalt wir es trotzdem nicht. Die Erde dampft. Wow! Die freundlichen Massai kommen mit Regenschirm und Gummistiefel mich in das Hauptzelt abholen. Sie sind so aufmerksam, toll. Inzwischen ist es dunkel und meine Gruppe ist immer noch nicht zurück. „Wo sind sie“ denke ich, “ man sieht doch nichts mehr“. Auf Nachfrage beim Manager, stellt sich heraus, der Landrover-Jeep hat sich selbst mit Allrad im plötzlichen Schlamm festgefahren. Aber kein Problem, ein anderer Jeep hat sie herausgezogen. Dauert eben alles etwas länger in Afrika. Aber es funktioniert wie selbstverständlich sich zu helfen. Ich reflektiere.

Nach dem Eintreffen des Autos im Camp gibt es mit 2 Stunden Verspätung Abendessen gegen 21:00 Uhr. Und niemand verliert auch nur ein Wort über diese Verspätung, nicht der Service, nicht die Köche, nicht die Gäste. Warum auch, wir essen jetzt und freuen uns alle darauf. Das zählt! Nach einem langen Tag geht es begleitet vom Massai mit Taschenlampe (wir sind mitten im Busch) zum Zelt. Ich finde eine Wärmflasche mit rosa Plüsch in meinem Bett, höre kurz die Hyänen ,oder Löwen? brüllen und schlafe sofort ein. https://www.porini.com/kenya/porini-camps/porini-rhino-camp

Highlight der Kenia Reise

Flugsafari Kenia

Auch am nächsten Morgen gibt es organisationsbedarf. Durch den gestrigen Sturzregen kann die Cessna nicht vom Kamok Airstrip starten. Die Piste ist einfach zu aufgeweicht. Es ist kein Problem, 2-3 Telefonate und schon ist klar, unsere Maschine erwartet uns am Nanuki Airstrip. Die Guides dort haben den Boden begutachtet, der Pilot verläßt sich drauf und landet dort. Es funktioniert. Wir verabschieden und von Ol Pejeta und haben bereits diesen Bushrhytmus angenommen. Alle finden, es tut der Seele und dem Herz sehr gut.

Routiniert borden wir und starten in Richtung SW in die berühmte Massai Mara. Gespannt suchen wir bereits aus der Luft die großen Herden. Hier ist es viel trockener und wärmer. Unser Camp ist das Porini Loins Camp, was direkt am Fluss liegt. Das macht die Sache später noch spannend. Was direkt auffällt, neben Loungetent, Messtent, Feuerplatz und den Wohnzelten gibt es hier ein Media-Tent mit excellenter Ökostrom- und Wifi-Versogung. Ziel dieser Station ist natürlich die grosse Tierwanderung, die sich jetzt im Herbst Richtung Serengeti über den Mara Fluss nach Tansania in Bewegung setzt. Das Mara Triangel ist der absolute Hotspot für Touris aus aller Welt. Aber wie es so ist mit „Touri-Meilen“, ist die Erwartung oft hoch und wehe sie wird nicht erfüllt.

Ilona und ich hatten diesen Ort auch als Highlight der Reise erkoren. Wie sich herausstellt zu Unrecht gegenüber des Aberdare Nationalpark und des wunderbaren Ol Pejeta Concervancy. Zu viele Menschen für diesen kleinen Platz Natur. Wir fahren 3 km entlang des Mara Flusses und biegen dann ab Richtung Blue Mountains und schon kehrt wieder herrliche Ruhe und Safarifeeling ein. Unser Guide Peter sucht den perfekten Leberwurstbaum, unter dem wir unser Bush lunch serviert bekommen. Gegrilltes Chicken mit Nudelsalat, Rote Bete und frischen Orangen mit Pudding. Danach Kaffee und Reibekuchen. Wer möchte auch Gin Tonic oder Bier. Es ist 12:15 Uhr.

Die letzte Fußsafari in Kenia

Aus sicherer Entfernung beobachten wir eine große Herde Büffel beim Grasen. 3 Giraffen streifen auch an uns vorbei. Sie drehen aber ab, so wie wir als wir uns begegnen. Wir sind begleitet von einem bewaffneten Ranger. Ein aufregendes Gefühl. Nicht schlimm, daß wir bald wieder im sicheren Jeep sitzen.

Auf unserem letzten Flug von der Mara nach Nairobi Wilson Airport müssen wir zwischenlanden zum Tanken. Ungeplant habt unser Pilot noch einen Auftrag erhalten. Damit reicht Sprit für die die „estimated flight distance“ nicht. Die Tankstelle sind 3 blaue Fässer im Gras und ein Tankwart in gleicher Farbe. Faß unter die Tragfläche gerollt, angeschlossen und per Handpumpe mal 250 Liter aufgefüllt. Einsteigen, weiter gehts. Ich reflektiere. Wo ist die Administration, Prüfung, Bezahlung all das. Wird nicht benötigt, das brauchen wir hier nicht. 

Tatsächlich vertraut man sich hier und es zählt das Wort. Vielleicht ist die Korruption im großen Stil in Afrika ein Problem. Die Menschen aber leben miteinander, wie schon des öfteren bemerkt. In Malindi ist es windig, unser Shuttlefahrer strahlt mit seinen weissen Zähnen bis zu beiden Ohren und bringt uns zu unserem Urlaubsresort in Watamu. Weißer Strand, Palmen, grüne Wiesen vor dem Temple Bay Resort. Badezeit mit Schnorcheln, das Lieblingsbuch und Füße hoch sind hier das Programm. Wir lassen die Afrikanische Wildnis und seine Big Five auf uns wirken. Schon am 3. Tag am Meer ertappen wir uns beim Überlegen ob wir die nächste Safari wieder in Kenia machen oder vielleicht Uganda bei MeineWelt-Reisen anfragen. 

 

Ilona und Steffen aus Erfurt

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