Madagaskar

Madagaskar Reisen, entdecken Sie die rote Insel

Madagaskar- ein riesiger Inselstaat und nach Grönland, Papua Neuguinea und Borneo die viertgrößte Insel der Welt. Fast doppelt so groß wie Deutschland, jedoch nur ein Drittel der Einwohner leben in Madagaskar. Nicht allein die Fläche macht Madagaskar zum „sechsten Kontinent“. Es sind die vielen endemischen Tiere und Pflanzen, die ausschließlich hier und nirgends anders auf der Welt vorkommen. Madagaskars Schätze sind seine Regenwälder, unentdeckte Wanderrouten, gigantische Baobabs, tropische Strände, schillernd bunte Tauchreviere, die Lemuren und die freundlichen Menschen. Seinen Name verdankt Madagaskar der bis zu 20 Meter tiefen rötlichen Erdschicht.

Die Lage  im Indischen Ozean auf der südlichen Breite auf Höhe von Mosambik verschafft der Insel ein tropisches Klima. Madagaskars Küste hat 5000 km Länge. West-Ost Ausdehnung sind ca. 600 km, die Nord-Süd Ausdehnung sind 1600 km. Das sollte man bei der Tourenplanung beachten und sich keine zu langen Strecken zumuten. Vor der Küstenlinie  liegen viele  kleine Inseln. Einst die Quartiere von Piraten der Weltmeere. Als größte Insel sei genannt Sainte Marie, ebenso die Insel Nosy Be vor der nordwestlichen Küste Madagaskars. Weitere kleine Nachbarinseln sind die Komoren mit Mayotte und dem Moroni Atoll.

 

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Timo Knöfel

Timo Knöfel Head of Sales timo@meinewelt-reisen.de +49 341 98997082 +49 1606126313

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Länderinformationen

 

Klima und Reisezeit

Während im Landesinneren gemäßigte Temperaturen vorherrschen, erwartet Sie an der Küste  tropisches Klima. Auf Madagaskar gibt es eine Regen- und eine Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis April. In diesen Monaten treten oft tropische Wirbelstürme auf. Die Durchschnittstemperatur auf der Insel liegt im Jahresmittel bei 28 Grad Celsius. Die Wassertemperaturen sind ganzjährig angenehm zwischen 22 °C und 28°C . Zum Wandern und Trekking auf Madagaskar ist der Westen, das Hochland und der Süden am besten geeignet. Der Südwesten ist die trockenste Region der Insel.

Echte Jahreszeiten wie in Europa gibt es auf der Insel nicht. Es wird zwischen Trocken- und Regenzeit unterschieden. Aufgrund der Größe gibt es verschiedenen Klimazonen auf Madagaskar. Die allgemein gültige Reisezeit gibt es nicht. Allgemein gesagt, ist wie in Südafrika zwischen November und April heißer und feuchter zwischen Mai und Oktober.

Für das zentrale Hochland eignen sich der europäische Frühling und Herbst als beste Reisezeiten. Dann ist das Wetter warm und beständig ist. Von Juni bis August ist es hier nachts kalt. Der Westen und Süden sind eher trocken. Hier ist es auch in der Regenzeit möglich zu Reisen. Für eine klassische Rundreise sollte die Monate April-Mai oder September-Oktober planen. In dieser Zeit ist es sowohl im Hochland als auch an den Küsten angenehm. Bedenken Sie in der Hochsaison, die Flüge rechtzeitig zu buchen.

Visum

Deutsche und Österreichische Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das bei Ankunft am Flughafen von Antananarivo, aber auch an alle anderen Flughäfen mit internationaler Verbindung (Nosy Be, Antsiranana, Tuléar, etc.) für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ausgestellt wird. Für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen betragen die Gebühren für ein Visum derzeit ca. 115.000,- MGA (Ariary) –ca. 35,- Euro. Stand 11/19

Währung

Ariary (MGA). In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar). Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten (Visa, Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann.     1 EUR = 3.970 MAG (Stand: 11/2019)

Sprache

Malagasy und Französisch

Zeitverschiebung

(MEZ) + 1 Stunden im Sommer; + 2 Stunden im Winter

Anreise

Mit der Airline „Air France“ kann man von verschiedenen Flughäfen in Deutschland mit Umsteigen in Paris nach Antananarivo, fliegen. Ebenfalls die französische Fluglinie Corsair fliegt zwischen Paris-Orly und Antananarivo. Regelmäßige Flugverbindungen gibt es außerdem von Mauritius (Air Mauritius), La Reunion (Air Austral), Südafrika und von Kenia aus.

Madagaskars Airline ist Air Madagascar (MD). Sie bietet Verbindungen aus Réunion, Mauritius, Tansania, Komoren, Kenia und den Seychellen nach Europa (viermal wöchentlich nach Paris, einmal wöchentlich nach Marseille) an. Direktverbindungen aus Deutschland werden derzeit nach Madagaskar nicht angeboten.

Der internationale Flughafen von Antananarivo (TNR) befindet sich 12 km nördlich der Stadt.  Von Nosy Bé (NOS), Mahajanga, Toamasina werden und Arivonimamo (internationaler Ausweichflughafen, befindet sich 45 km von Antananarivo entfernt.

Charakter der Insel

 

Die Hauptstadt

Madagaskars Hauptstadt ist Antananarivo. Das Symbol für die Geschichte ist der Königspalast Rova, der über das Königreichs Madagaskars erzählt. Antananarivo liegt klimatisch angenehm im Hochland auf 1.300 Meter Höhe, zentral auf der Insel, umgeben von den zwölf Königshügeln. Der ehemalige Königssitz von Ambohimanga ist UNESCO-Weltkulturerbe und liegt nur 30 km vor der Hauptstadt Madagaskars. Mehr als 1,8 Millionen Menschen leben in Antananarivo, einer Stadt, deren Name häufig auch einfach nur mit „Tana“ abgekürzt wird. Die Hauptstadt ist eine quirlige, lebhafte, farbenfrohe und aufregende Stadt, die der viel zu erkunden ist.

Die Insel ist nichts für Strandurlauber

Eine touristische Infrastruktur für Urlaube mit „Strand und Sonne“ beschränkt sich auf die zwei kleinen Inseln Nosy Bé im Norden und Nosy Boraha (Sainte-Marie) im Osten. Auch der Süden hat Strände. Aber es ist keine Traumstrandidylle, sondern eher eine tropische Bretagne mit Brandung und ausgewaschenen Felse.

Die Route Nationale Sept

Die „Route Nationale Sept“ ist die Hauptachse an der man sich immer wieder orientiert. Sie führt von Antananarivo, der Hauptstadt im zentralen Hochland, 1000 Kilometer durch das Land in Richtung Süden. Diese Straße wird genutzt, um an seinen Zielort oder in Nationalpark zu kommen. Sie ist die einfachste und schnellste Route, um einen Gesamteindruck von Madagaskar zu bekommen. Andererseits führt sie durch so widersprüchliche Landschaften, das man meint, die Schöpfung hätte versucht, Kontinente und Kulturen zu einer neuen Idee von geographischer Ästhetik auf Madagaskar zu vereinen.

Das zentrale Hochland

„Die Grenze meiner Reisfelder ist das Meer“, protzte vor 200 Jahren König Andrianampoinimerina. Im zentralen Hochland der Insel etwa mischen sich die Einflüsse von Asien und Afrika. Kaum hat man Tana hinter sich, führt der Weg durch weitläufige Reiskulturen. Hier leben die aus Indonesien stammenden Merina aus Ost-Barito, die sich seit jeher als Herrenrasse fühlen und deren Sprache sich in Madagaskar durchgesetzt hat. Weit vor dem Ozean enden heutzutage die Reisanbauflächen der Merina, danach windet sich die Nationale Sept durch eine Öde aus zerklüftetem Laterit. Alles ist rot: die Erde, die Häuser, der Horizont.

Die Rosen von Ambositra

Sehr sehenswert ist der von Anjoma-Akona gefärbten Markt an jedem Freitag. Hier bestaunen Sie traditionelle Handwerke wie Korbflechtereien, Zöpfe, Töpferwaren und modellierte Gegenstände. Das Dorf von Soatanana ist ebenfalls ein Muß, Sie werden dort einfache und über viele Generationen übergebene Handwerke von Naturseide und Blumenzucht besichtigen können. Die Umgebungen von Ambositra bietet bei einem Spaziergang den imposanten Wasserfall von Andriamamovoka, dem Ort der Reinigung der Bewohner, für Sie bereit. Ebenso sind mit dem Wald von Tapias Andohariana, der Königliche Palast des letzten Königs Mpanalina und der Spitze des Berges Antety viele unglaubliche Orte zu besichtigen.

„Le grand sud“ einzigartige Vegetation

Den Höhepunkt dieser Wunderwelt Madagaskar ist „le grand Sud“. Dieser Teil der Insel beginnt in Tuléar in einem riesigen, kaum erschlossenen Gebiet der Insel. Eine Halbwüste, wo Trinkwasser so kostbar ist, daß es wie ein Schatz in hohlen Baobabs aufbewahrt wird. Hier im sehr schwer erreichbaren Gebiet gedeihen seltene Pflanzen mit wenig Wasserbedarf wie  Aloe, Euphorbia, Pachypodium und Didiera. Die Flora des madagassischen Südens ist zu 95 Prozent einzigartig. Schon aus diesem Grunde kann diese Region keiner anderen auf unserem Planeten ähneln“, so Pedignat, ein Botaniker, der sich vor 44 Jahren im Busch von Tuléar zum Forschen niederlies.

Geschichte der Insel

 

Madagaskar wurde als einer der letzten Orte der Welt besiedelt. Eine Kultur entwickelte sich erst vor rund 2300 Jahren. Es ist nicht nicht einmal erforscht woher die verschiedenen Einflüsse alles kamen. Vermutlich kamen zu verschiedenen Zeiten Siedler aus Ostafrika, dem Nahen Osten, aber vor allem aus Südasien. Daß ein Großteil der Menschen aus Indonesien und Malaysia kamen, kann man vielen Madagassen ansehen und an ihren Gewohnheiten ableiten. Reis ist das Hauptnahrungsmittel auf der Insel und wird zu jeder Mahlzeit gegessen.

Als erste Europäer sah, der portugiesische Seefahrer Diego Dias die Insel. Er landete am 10. August 1500 auf Madagaskar und nannte sie São Lorenço. Außer den Portugiesen beanspruchten auch die Engländer, Niederländer und Franzosen die Insel. Den Madagassen gelang es die Europäer immer wieder von der Insel zu vertreiben. Einzig Piraten gelang es, sich dauerhaft niederzulassen. Im Nordosten etablierten sie die Republik Libertalia“. Strategisch ideal gelegen war der Platz hier Handelsschiffe zwischen Indien und Europa  kapern. Mehrmals wechselte so ihr Name in den nächsten Jahrhunderten.

„Madagaskar“ etablierte sich im 17. Jahrhundert durch die Einheimischen. Die Seefahrernationen nannten Madagaskar zuvor  „Nosim-Dambo“ – „Insel der wilden Schweine“. Schließlich gelang es König Andrianampoinimerina, große Teile der Insel unter seine Herrschaft zu bringen. Letztendlich waren es die Franzosen, die das Land mit dem Bau von Eisenbahnlinien, Kanälen und Straßen erschlossen. Die Bevölkerung und ihre Sprache „Malagasy“ wurden unterdrückt. Der europäische Adel lernte exotische Gewürze wie Zucker, Vanille, Kaffee und Pfeffer kennen.

Auf Madagaskar leben heute unterschiedlich ethnische Gruppen zusammen, die“foko“ genannt werden. Die Amtssprache ist Malagasy. Verschiedene Religionen sind auf Madagaskar sehr lebendig. Die Menschen folgen ihren „fadys“, Tabus, die ihr tägliches Handeln bestimmen.

Madagaskar als Ökosystem

 

Ursprünglich gehörte Madagaskar zum Superkontinent Gondwana. Nach der Abspaltung vor Millionen von Jahren entstand eine weitgehende Isolation der Spezies und deren eigener Entwicklung. Diese Tatsache ist der Grund für die Unmenge von 80 % an endemischen Pflanzen und Tieren des gesamten Vorkommens auf Madagaskar. Die sicher bekanntesten unter ihnen sind die Lemuren wie die Kattas, die Varis oder die Makis. Diese Lemuren haben nur auf Madagaskar ihren natürlichen Lebensraum. 

Die Madagassen sagen, diese hätten das eine Auge auf die Vergangenheit gerichtet, das andere in die Zukunft. Zahlreiche Tierarten sind allerdings ausgestorben, weil sie gejagt wurden. In der Pflanzenwelt ist Madagaskar sogar noch außergewöhnlicher, so sind gut 90% der auf der Insel verbreiteten Arten endemisch. Auch verschiedene Pflanzen, wie die sogenannten Edelhölzer sind auf Madagaskar stark bedroht.