Wissenswertes über Gorillas

Wissenswertes über Gorillas in Uganda

Erfahren Sie mehr über die Menschenaffen in Ostafrika.

Inhalt

Gorilla

Der karthagenische Seefahrer Admiral Hanno von Karthago landete im 6. Jahrhundert an der Westküste Afrikas auf dem Weg nach Südafrika. Auf der Suche nach Proviant und Wasser landete er vermutlich in Kamerun und traf hier auf menschengroße, haarige Kreaturen. Aus einem nicht schlüssigen Grund nannten er und seine Crew die Tiere „Gorillia“. Es könnte ein „Volk behaarter Frauen“ bedeuten, aber auch die Übersetzung „Bewohner der Insel Gorilla“ ist möglich. Zudem ist nicht klar, ob er die uns heute bekannten Gorillas damit meinte oder sogar eine andere Primatenart angetroffen hat. Für die Wissenschaft ist jedoch für diese Menschenaffenrasse heute der Name Gorilla definiert.

Silberrücken

Was ist ein Silberrücken? Die Bezeichnung Silberrücken tragen ausgewachsene Gorillamännchen mit dem Merkmal eines mit weißen bis grauen Haaren bedeckten Rückens. Oft sind diese Tiere auch das Familienoberhaupt. Bei den östlichen Gorillas beschränkt sich das weiße Haar tatsächlich nur auf den Rücken. Beim westlichen Gorilla überzieht das weiße Fell auch die Beine. Auch wenn man meinen könnte, das graue Haar ist Zeichen von hohem Alter, ist es das nicht. Es ist das Merkmal ausgewachsener Gorillamännchen im besten Alter.

Die Arten

Die Wissenschaft unterscheidet heute zwei Arten der Rasse Gorilla. In Ostafrika lebt der „Östliche Gorilla“, auch Gorilla beringei genannt. In Westafrika lebt der „Westliche Gorilla“ auch „Gorilla gorilla“ genannt. Unterarten sind im Westen der Westliche Flachlandgorilla sowie die Cross-River-Gorillas, in Ostafrika die Berggorillas sowie die kaum bekannten Grauergorillas, auch östliche Flachlandgorillas, Gorilla beringei graueri. Diese kommen ausschließlich in der VR Kongo vor. Die Westlichen Gorillas (Gorilla gorilla) kommen in 8 Staaten vor: Nigeria, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Äquatorial-Guinea (Río Muni), Gabun, Republik Kongo, Angola (Cabinda) und Demokratische Republik Kongo. Die Östlichen Gorillas (Gorilla beringei) leben in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda und in Ruanda.

Gorilla Familie

Der Tag eines Gorilla folgt einem bestimmten Ablauf, man könnte sagen einer Gewohnheit. Der Tag im Affennest beginnt bei Sonnenaufgang. Gleich nach dem Erwachen gehen die sanften Riesen auf Nahrungssuche, was im Regenwald nicht sonderlich schwierig ist. In der Regenzeit kann sich das Aufstehen auf das Nötigste beschränken. Gorillas sind Vegetarier, ja, sogar Veganer. Die Art der Nahrung von Gorillas hängt von dem Lebensraum und der Jahreszeit ab. Am liebsten fressen Gorillas junge Blatttriebe oder auch junge Rinde von Zweigen. Die Auswahl der Nahrung im Regenwald ist dürftig. Dann, am späten Vormittag ist Ruhe angesagt. Sollte gerade Nachwuchs da sein, wird abwechselnd auf die neugierigen Jungen aufgepasst. Am Nachmittag gibt es dann nochmals eine Mahlzeit bevor am Äquator relativ zeitig und schnell die Dunkelheit hereinbricht. Die Tiere suchen sich in der Regel täglich neue Nester. Berggorillas verbringen etwa die Hälfte der Tagesstunden mit Fressen. Ruhephasen nehmen ein Drittel der Zeit am Tag ein, Wanderungen sowie Sozialkontakte den Rest der Zeit. Die Mittagsruhe in der Gemeinschaft, so haben Wissenschaftler herausgefunden, ist für die Gorillas im Bwindi Regenwald besonders wichtig zur Pflege des Sozialen Zusammenlebens und der Erziehung der Jungtiere.

Nahrung

Flachlandgorillas haben den Vorteil im westlichen Afrika deutlich mehr Nahrungsauswahl zu haben. Sie verzehren viele Früchte, nur während der Trockenzeit müssen sie auf Wurzeln und Baumrinde ausweichen. Besonders gern mögen sie Arten, die zu den Ingwergewächsen und den Pfeilwurzgewächsen gehören. Gorillas jeden Alters klettern hin und wieder auf Bäume. Der einzige Grund dafür ist die Nahrungssuche. Sie ernten hier Früchte. Berggorillas in den Virunga-Vulkanen und im Bwindi Impenetrable Rainforest fressen 38 verschiedene Pflanzenarten, vor allem Labkraut, Disteln, Afrikanische Berg-Petersilie und Nesseln. Ein ausgewachsener Gorilla benötigt täglich circa 28 kg Pflanzen, ein Weibchen 15 kg. Hin und wieder fressen Gorillas Erde. Man nimmt an, dass die Tiere hierüber ihren Mineralstoffhaushalt abdecken oder den pH-Wert ihrer Nahrung ausgleichen.

Das Gebiss von Gorillas ist sehr kräftig. Ihre Zähne ähneln den unseren stark, mit dem Unterschied, dass die Gorillamännchen lange, spitze Eckenzähne besitzen. Sie setzen sie zum Kampf mit anderen Gorillamännchen ein.

Sowohl Berggorillas als auch Flachlandgorillas leben grundsätzlich am Boden. Im Gegensatz zu Schimpansen, die mehr als die Hälfte der Zeit auf Bäume klettern, findet man Gorillas nur hin und wieder mal auf einem Baum. Orang-Utans dagegen leben komplett auf Bäumen. Gorillas klettern sehr behäbig und vierfüßig, Hangeln oder Springen kommt für sie nicht in Frage. Jungtiere spielen oft an dünnen Bäumen und lassen diese mit sich selbst dranhängend umknicken. Insbesondere Silberrücken sind einfach zu schwer für das Klettern in den Bäumen. Sie sammeln die heruntergeworfenen Früchte ihrer Familienmitglieder auf.

Population

Die neuste Zählung aus dem Bwindi-Sarambwe-Gebiet zeigt eine erfreuliche Entwicklung. Der Gesamtbestand der Berggorillas auf der Erde (Gorilla beringei beringei) liegt inzwischen bei 1063 Individuen, zählt man die Virunga-Gorillas in Ruanda dazu, was derselbe Lebensraum ist. Das Bwindi-Sarambwe-Ökosystem ist eines der beiden Gebiete, in denen Berggorillas leben. Das Habitat umfasst 320 Quadratkilometer und reicht von Uganda, über Ruanda bis in die Demokratische Republik Kongo.

Eine Zählung läuft so ab, dass das Gebiet zweimal pro Jahr, im Mai und im Dezember, bevor die Gorillas Jungtiere bekommen durchkämmt wird. Entdecken die wissenschaftlichen Mitarbeiter in den Nestern Kotproben, werden diese entnommen, um die einzelnen Tiere genetisch zu identifizieren. Aus dieser Zählung ergibt sich eine neueste Zählung von mindestens 459 Bwindi-Gorillas, von denen 263 bisher unbekannt und 196 bereits bekannt waren. Nicht jeder Gorilla kann bei dieser Variante ermittelt werden, aber es lässt sich definitiv die Entwicklung der Population bestimmen. Die Berggorilla-Population in Bwindi-Sarambwe ist seit der letzten Zählung von 2016 mit geschätzten 400 Tiere deutlich gewachsen. Trotz alledem ist der Geist und das Erbe von Diane Fossey heutzutage um so wichtiger weiterzuführen. Die Wilderungen in den Schutzgebieten gibt es nach wie vor. Die Ranger fanden duzende Schlingen und Fallen. Die Gorillas sind nach wie vor auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Mit Ihrem Besuch und der fälligen Gebühr werden vielfältige Schutzmaßnahmen und Aufklärungen betrieben.

Die Tiere

Das Gorilla Männchen kann sich bis zu einer Höhe von 1,70 m aufrichten. Die westlichen Gorillas in Kamerun sind mit weniger als 1,60 m die kleinste und Grauergorillas im Kongo mit ca. 1,75 m die größten Vertreter. Berggorillas im Bwindi haben durchschnittlich eine Armspannweite von 2,20 m und 1,50 m Brustumfang. Weibchen bleiben bei allen Maßen unter denen der Männchen. Das Gewicht bei den westlichen Gorillas ist ca. 140-160 kg, bei Berggorillas in Uganda bei 150-160 kg. Selten erreichen die Gorillas ein Gewicht von mehr als 200 kg

Lebenserwartung

Mit 35 Jahren gelten Gorillas als Greis und zeigen deutliche Erscheinungen des Alters an Sehkraft und Gelenken. Alte Berggorillas erkranken oft an Arthritis, vor allem an Hand- und Fußknochen. Sie leiden unter Zahnausfall als Folge von Parodontitis. Beim Umherziehen durch den Regenwald benötigen sie mehr Zeit zum Fressen und Wandern länger als die jüngeren Familienmitglieder. Auffällig ist jedoch der Familienzusammenhalt. Die Gorillas richten ihre Aktivitäten nach den schwächeren Tieren aus und kümmern sich um sie. Erst wenn das Lebensende bevorsteht, werden die betagten Affen zurückgelassen oder ziehen sich selbst zurück. Da die Tiere erst seit 1967 genau erforscht werden, ist über das Höchstalter noch nichts genaues bekannt. Man vermutet, dass sie im Mittel ein Alter von 40-45 Jahren erreichen. Der älteste Gorilla, dessen Alter man bestimmen konnte, war Colo, aus dem Zoo in Ohio. Sie wurde im Dezember 2016 60 Jahre alt und starb kurz danach.

Kommunikation

Menschenaffen können nicht im Sinne der menschlichen Sprache kommunizieren. Allerdings ist es tatsächlich möglich, Gorillas eine Art Gebärdensprache anzutrainieren. Es war Francine Patterson in Kalifornien, die der Gorilladame Koko anfangs der 70er Jahre versucht hat, die Taubstummensprache beizubringen. Als gigantischer Erfolg gilt bis heute, dass Koko bereits in der zweiten Schulwoche primären Bedürfnisse wie „Essen“ und „Trinken“ mittels der Gebärdensprache ausdrücken konnte. Unklar bis heute ist inwieweit man bei Gorillas von Intelligenz, wie man sie bei Menschen definiert, sprechen kann. In der Natur verständigen sich die Menschenaffen über Laute, so wie viele andere Säugetiere auch.

Gefahr?

In der Natur haben Gorilla fast keine natürlichen Feinde. Um so schlimmer ist der Zustand, dass Sie trotzdem vom Aussterben bedroht sind. Einzig der Mensch bedroht die Spezies durch Wilderei. Das einzige Raubtier, dass einen Gorilla erlegen kann, ist der Leopard. Leoparden sind auch das einzige Raubtier was sich in den Regenwald begibt. Für das Gorilla-Tracking sind Leoparden keine Gefahr. Die Tiere haben große Scheu vor dem Menschen und eine Gruppe von Touristen ist immer von bewaffneten Rangern begleitet. Bei Gefahr zeigen Gorillafamilien ein sehr soziales Verhalten. Die Tiere scharen sich eng zusammen und halten sich dabei an den Händen. Die Jungtiere werden in die Mitte genommen. Silberrücken verströmen dann einen sehr intensiven Geruch, der die Angreifer abhalten soll.

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