Österreich

Taschachhaus

Taschachhaus

Gaststuben und Terrasse

Das Taschachhaus verfügt über vier Gaststuben mit ca. 160 Sitzplätzen – damit ist es in der glücklichen Situation, dass alle Nächtigungsgäste einen Sitzplatz haben.

Im Freien können Sie auf der Terrasse sitzend den Ausblick auf den Taschachferner und die Berge der Ötztaler Alpen genießen.

Zimmer/Lager

Im Taschachhaus stehen insgesamt 38 Zimmerlager und 114 Matratzenlager zur Verfügung.

Die Hütte bietet großen Komfort: Zwei- und Vierbettzimmer, die zum Teil mit Waschbecken ausgestattet sind, kleine Lagereinheiten (mit drei bis maximal zwölf Plätzen) und Etagenduschen. Sowohl in den Zimmerlagern als auch in den Matratzenlagern sind aus hygienischen, ökologischen und ökonomischen Gründen ausnahmslos (auch bei mehreren Nächten) Hüttenschlafsäcke zu verwenden.

Schuh-/Trockenraum: Es gibt einen Schuhraum und zwei Trockenräume, die nachts mit Fußbodenheizung beheizt werden.

Duschen: Im Taschachhaus gibt es Etagenduschen, die mit Ein-Euro-Münzen zu betätigen sind. Die Duschautomaten sind am neuesten Stand der Technik: die Dusche kann unterbrochen werden, wobei ebenso die Zeit stoppt.

Kletterhalle: Auch bei schlechtem Wetter die Gäste in der Indoor-Kletterhalle klettern. Genauso kann natürlich in der Halle die Gletscherspaltenbergung bestens “trocken” geübt werden. Die 7,5 Meter hohe Kletterwand von der Firma artRock muss manchen Vergleich im Tal nicht scheuen: auf 112m² Kletterfläche – vom senkrechten bis zum stark überhängenden Wandteil – finden sich 16 Routen vom 4’ten bis zum 7’ten Schwierigkeitsgrad. Im unteren Bereich ist ein Boulder-Rundkurs geschraubt. Der gesamte Hallenboden ist mit einer Prallmatte ausgelegt – die Halle entspricht den neusten Sicherheitsstandards. Kletterpatschen und Gurt können ausgeliehen werden. Es darf nur unter Anleitung von Fachübungsleitern und Bergführern geklettert werden bzw. nur von Personen auf eigene Verantwortung, die die entsprechenden Sicherungstechniken beherrschen.

Winterhaus: Das Winter-Taschachhaus ist von Anfang Oktober bis Mitte Juni geöffnet und für jedermann und –frau frei zugänglich (ohne Schlüssel). Das Winterhaus ist mit einem Ofen zum Kochen und Heizen ausgestattet. Feuerholz befindet sich vor dem Haus. Ein Beil ist nicht (!) vorhanden – die Mitnahme von Anfeuerhilfen ist ratsam. Die Küche ist mit Kochutensilien ausgestattet, ebenso sind Putzutensilien vorhanden. Die 27 Schlafplätze sind jeweils mit Decken ausgestattet. Im Winterhaus ist eine Trockentoilette und Licht, das mit Solarenergie gespeist wird. Die Photovoltaik-Anlage kann von November bis Februar mangels Sonneneinstrahlung bzw. wenn die Solarpaneele mit Schnee bedeckt ist nur unzureichend Energie in den Batteriesatz laden – auch deshalb ist die Mitnahme einer Taschenlampe sinnvoll. Für die technischen Anlagen sind detaillierte Benutzungshinweise im Winterhaus angebracht – bitte befolgen Sie diese, um keine Schäden zu verursachen. Ebenso ersuchen wir Sie, das Winterhaus sauber zu hinterlassen und Ihren Müll ausnahmslos wieder mit ins Tal zu nehmen.

In der Umgebung der Hütte gibt es mehrere Verankerungsmöglichkeiten bzw. Abseilmöglichkeiten, um (Spalten-)Bergungstechniken zu lernen und üben. Ebenso sind freihängende Seilaufhängungen im Freien möglich. Am Vorderen Köpfle sind Kletterrouten im 4 und 5 Schwierigkeitsgrad eingebohrt.

Geschichte des Taschachhaus

Die ursprüngliche Hütte Taschachhaus wurde 1873/74 als dritte Hütte des Deutschen Alpenvereins errichtet. 1898/99 wurde das neue Taschachhaus von der DAV Sektion Frankfurt gebaut. In den Jahren 1969 und 1979/80 wurde das Taschachhaus erweitert und modernisiert. Das jetzige Winterhaus wurde 1999 errichtet. Von 2005 bis 2008 wurde das Haupthaus erneuert und erweitert. Mit 01.01.2010 hat die Sektion München das Taschachhaus von der Sektion Frankfurt erworben.

Umbau/Architektur: „Das Taschachhaus der DAV Sektion Frankfurt ist im Kern ein Natursteinbau aus den Jahren 1878 und 1900. (…) Das abgewirtschaftete Hauptgebäude ist in den Jahren 2005-2007 als Phönix aus der Asche erneuert worden. Es hat jetzt die Voraussetzung für die Ansprüche einer zentralen Ausbildungsstelle im Deutschen Alpenverein. (…) Das Volumen des Hauses wurde verdoppelt. Der Seminartrakt erweitert sich nach Westen und der südliche Teil wurde nach Osten hin erweitert und aufgestockt. Die Dachform wurde beibehalten, jedoch die Firste abgewahnt um sowohl eine sturmsichere Form zu erreichen als auch um die Silhouette des Gebäudes in die Topografie einzufügen. (…) Die Ausstattung des Hauses hält sich strikt an die Vorgaben des DAV wie die Verwendung von natürlichen nachhaltigen Materialien. Die Detailausführung und Einrichtungen sind von qualitativ hoher, dauerhaftiger, jedoch einfacher Machart. Die farbliche Behandlung an und im Haus sind aufeinander abgestimmt und korrespondieren von der äußeren Wandfarbe bis hin zu den Vorhängen und der Eigenständigkeit der verwendeten Materialien. Alle Gebäudeteile sind bautechnisch bis in die Fundamente saniert und gemäß den Wärmeschutzvorgaben bis in den Dachspitz isoliert worden. (…) Es sollte Kunst und Natur in Einklang gebracht werden und vielleicht werden so aus Naturnutzern Naturschützer.“

 

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