Uganda Reise

Reisebericht Uganda Reise

Anreise Uganda

Anflug auf Kigali im Abendrot. Der Blick aus den Fenster des Fluges SN469 aus Brüssel sagte mir sofort, obwohl ich noch nie hier war: Die Gipfel des Ruwenzori. Mit Zwischenstopp in Ruanda erreichten wir Entebbe gegen 22:00 Uhr.

Uganda Reise, der Beginn

Das Briefing unserer Gruppe am Morgen sagt uns, es geht zuerst Richtung Norden zum Rhino Sanctuary. Der einzige Ort in Uganda, wo es das südliche Breitmaul zu sehen gibt. Es sei gleich vorher genommen, die Regenzeit zu buchen war die richtige Entscheidung. Das allgegenwärtige Grün, des ohnehin grünen Landes war überwältigend. Der bewölkte Himmel tat sein Übriges, die tropischen Temperaturen gut zu verkraften. Dazu kommt, dass alle Tiere, die wir gesehen haben Jungtiere hatten. Ein Segen für das Land und große Freude für jeden der 14 Reiseteilnehmer. Unser Reiseleiter kam kaum nach, alle sich zeigenden Spezies zu erklären.

Die Murchison-Fälle in Uganda

Die nächste Etappe waren die Murchison-Fälle. Auf einer Breite von nur sieben pressen sich hier pro Sekunde 300 m³ mit großem Getöse die Schlucht hinunter. In der herrlich frischen Gischt näherten wir uns per Boot den Fällen und wanderten dann die Berge hinauf bis zum Oberlauf des Nils. Der Murchison Nationalpark ist an Tierreichtum nicht zu übertreffen.

Die Bedeutung von Wasser als Quelle allen Lebens wird hier so deutlich, wie kaum woanders in Afrika. ohnehin grünen Landes war überwältigend. Der bewölkte Himmel tat sein Übriges, die tropischen Temperaturen gut zu verkraften. Dazu kommt, dass alle Tiere, die wir gesehen haben Jungtiere hatten. Ein Segen für das Land und große Freude für jeden der 14 Reiseteilnehmer. Unser Reiseleiter kam kaum nach, alle sich zeigenden Spezies zu erklären.

Uganda Safari Land

Schimpansen in Uganda

Ein Highlight der Uganda Reise war sicherlich der Besuch der Schimpansen im Kibale Nationalpark. Mit Ehrfurcht und gehörigen Respektabstand diese sehr quirligen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben, ist ein Erlebnis der besonderen Art. Überrascht waren wir, wie laut die Affen schreien und wie weit man sie durch den Dschungel hören kann. Über rote Erde und auch teils schlechte Pisten mit Wasserlöchern ging es teils bei Regen gen Süden. Egal wann und egal wo, winkten uns die Einwohner der Dörfer freundlich zu und lachten. „Mazungwe in the mud!“, war eher lustig gemeint und bedeutet soviel wie „Die Weissen stehen im Regen“.

Wir besuchen heute auch eine typische afrikanische Familie, die uns seine einfachste Behausung ziegt und für alle 14 Gäste eine typische Mahlzeit aus Kochbananen, Maniok, Erdnusssoße. In einem Dorf auf dem weiteren Weg der Tour griffen Günter  und Hans, unser Großbauer beherzt ein. Eine Kuh hatte sich beim Saufen aus einer Tonne verfangen und lief nun planlos und aufgebracht mit der Tonne auf dem Kopf durch das Dorf. Sie wurde befreit, wir wurden abermals von den Dorfbewohnern besungen.

Schimpansen in Uganda

Der Queen Elisabeth Nationalpark ist mit einer Größe von 1900km² doppelt so groß wie Berlin. Er wird im Westen vom hohen Ruwenzori-Kamm begrenzt, welcher zugleich die Grenze zur Volksrepublik Kongo darstellt. Große Elefantenherden treffen wir hier allerorts an. Während einer Bootsfahrt auf dem mächtigen Kazengi-Kanal beobachten wir badendene Kaffern-Büffel. Es wimmelt am Ufer von Krokodilen und Hippos. Hin und wieder sehen wir den Nimmersatt, ähnlich unserem Storch und den Eisvögeln.

Im Südlichen Teil, dem Ishasha-Sektor machen wir uns auf die Suche nach den seltenen baumklettenden Löwen. Uns ist egal, dass bald die Nacht anbricht, wir wollen sie sehen. Und wir werden belohnt. Eine ganze Familie mit 2 Katzen und 3 Jungtieren belagern den Baum! Die Luft steht hier nicht so und der Ausblick auf vorbeiziehende Antilopen ist deutlich besser, erklärt uns unser Guide Joshua. Neugierig wie kleine Katzen nun mal sind werden wir beäugt. Aber runter vom Baum darf niemand meint Mama Löwin. Müde und zufrieden fallen wir heute ins Bett unserer schönen Lodge.

Uganda Gorilla Tracking

Die beste Uganda Safari

Auf dem Programm des kommenden Tages steht die Fahrt in den Bwindi Nationalpark – der Reisehöhepunkt rückt näher. Zum allabendlichen Briefing erfahren wir, das die Population der Gorillas in dem Dreiländereck Uganda-Ruanda-Kongo in den letzten Jahren um 60 Tiere zugenommen hat. Darauf trinken wir erst einmal einen gepflegten Gin-Tonic auf Eis. Der soll auch ein profundes Mittel gegen Moskitos sein. Als erfahrene Africa-Reisende wissen wir das natürlich. Noch vor Sonnenaufgang sitzen wir beim Frühstück, die Bergschuhe geschnürt, Regensachen im Rucksack, Proviant und Wasser für den Tag dabei. Auf geht’s zu den Gorillas in 2 Gruppen. Meine Gruppe besucht die Familie Mubada – unser Ranger gibt uns Verhaltensweisen bekannt und sagt uns dass auch unsere Familie 3 Jungtiere hat. Das steigert die Vorfreue nochmals. Dann plötzlich Stopp am steilen Hang. Der Ranger spricht per Funk mit dem sogenannten Spotter auf Swahili. Wir verstehen nichts.

Dann die Erklärung: Unsere Familie MUBADE hat gerade eine Meinungsverschiedenheit mit einer nicht habituierten Familie. Es sind halt Menschenaffen 😉  Bis zur Beilegung des Disputes dauert es ca. 30 min. Danach dürfen wir zu den großartigen Tieren. Der Urwald ist so dicht, dass wir die Tiere erst sehen, als wir 5 Meter vor ihnen stehen. Völlig ruhig und relaxt sitzen die Tiere am Boden, schauen uns an und kauen dabei das Mark aus den Trieben der Sträucher. Die Affenkinder schwingen sich die Büsche hinauf und knicken damit um. Was für ein Spaß. Und schwups sitzen Sie direkt neben uns.

Das war dann auch der Moment als der Silberrücken in wahrsten Sinne einschreitet und dieses wunderbare Erlebnis nach einer knappen Stunde beendet. Glücklich über diese unvergessliche Begegnung treten wir den Rückweg in das Dorf unterhalb des Regenwaldes an. Meine Gedanken auf den Heimweh lassen mich nicht los: „Diese Tiere müssen denken können“.

Krönender Abschluss der Uganda Reise

Über den spontan entschiedenen Umweg zum Lake Bunyonyi setzen wir unsere Reise fort. Unsere Guide sind echt klasse und machen alles möglich, was geht. Bei einem kleinen Ausflug auf dem See mit seinen 27 Inseln wird uns die Jungfraueninsel gezeigt – hierher wurden schwangere, unverheiratete Frauen verbannt. So sagt es zumindest die Geschichte.  

Unsere letzte Etappe der Reise ist der Lake Mburo Nationalpark. Dieser stille, wilde Ort lässt die unbeschreiblich vielen neuen Eindrücke revue passieren. Mit den grünen Meerkatzen, die sich respektlos auf unseren gedeckten Tisch setzen, lassen wir als Gruppe dieses Abenteuerreise ausklingen. Achtung – lasst niemals irgendwo etwas auf dem Tisch liegen. Keine Brillen, Schlüssel, Handys, Kameras oder Ausweise-sie werden von den Monkeys gestohlen auf nimmer Wiedersehen verschleppt.  Am Morgen vor der Fahrt ins quirlige Kampala unternehmen wir einen letzten Spaziergang. Joshua vermittelt uns noch das Herdenverhalten, der hier ohne natürliche Feinde lebenden Zebras und die verschiedenen Ameisenarten auf Ihren Straßen.

Unsere beiden herzlichen, exzellenten Guides Joshua und Terence brachten uns nach 2000km durch Uganda sicher zum Flughafen. Mir ist jetzt klar, warum Churchill dieses Land, die Perle Afrikas nannte. Am nächsten Vormittag hatte uns die europäische Welt mit ihren Regeln auf dem Flughafen Brüssel zurück, und wir flogen mit dem Parlamentarier-Taxi auf kurzem Flug nach Berlin-Tegel.

 

Heinz & Carla aus Erfurt

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